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Kreditprovision?
Make my day...

Worum geht es?

Im Februar 05 stieß ich während der Buchhaltung auf einen Posten mit der Bezeichnung 'Kreditprovision'. Mit 30,- Euro zugegebenermaßen ein kleiner Betrag, doch offensichtlich wurde dieses Geld direkt von meiner Bank (Sparkasse Hannover) abgebucht.
Auf meine Rückfrage hin klärte man mich auf, daß man mich bereits im November des vergangenen Jahres hierüber informiert hätte (aha...) und es sich dabei um einen 'Bereitstellungszins' für den vereinbarten Kontokorrentkredit handeln würde.
Alles Reden half nichts, man stellte sich stur - resistance is futile. Auch der Hinweis darauf, daß der gnädigerweise eingeräumte Kontokorrentkredit letztlich durch eine Bürgschaft abgesichert sei (und man mir trotz 20-jähriger 'Zusammenarbeit' somit noch immer nicht wirklich vertraut...), konnte die scheinbar auswendig gelernte 'Argumentation' der Geschäftskundenbetreuerin nicht erschüttern. Da hätte ich auch gleich mit einem Geldautomaten diskutieren können.

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - hier wird einem Kunden eine Leistung berechnet, die _vielleicht_ erbracht wird. Dazu nach meinem bescheidenen Verständnis auch noch doppelt, denn wenn ich den Kreditrahmen tatsächlich in Anspruch nehme, zahle ich entsprechende Überziehungszinsen (was ja auch völlig in Ordnung ist, denn so funktioniert das Kreditgewerbe seit Jahrhunderten).
Das wäre ungefähr so, als würde ich einen Kunden schon dafür zur Kasse bitten, weil er irgendwann etwas kauft und dabei ein Zahlungsziel, bzw. Konditionen in Anspruch nimmt, die ich ihm letztlich eingeräumt habe. Undenkbar? Für mich und unsere Kunden schon, für deutsche Kreditinstitute scheinbar die normalste Sache der Welt.

Und wer bis jetzt dachte, warum ich vielleicht so viel Lärm um nichts mache - die o.g. 30,- Euro sind jeden Monat fällig, pro Jahr summiert sich das also auf 360,- Euro (vor vier Jahren rund 750,- Mark...).

Deutsche Kreditinstitute gebärden sich insbesondere gegenüber kleinen Unternehmen m.E. mitunter völlig unmäßig und vermitteln ihren Kunden häufig den Eindruck, als sei man ein lästiger Bittsteller, der schon fast ein potentielles Risiko darstellt. Ich möchte jedenfalls garnicht erst darüber nachdenken, wieviele Insolvenzen deutsche Banken und Sparkassen auf dem Gewissen haben.

Und was kommt als Nächstes? Vielleicht erheben die Stadtwerke eine 'Energieprovision' für Strom, den ich vielleicht irgendwann verbrauche (und der ja theoretisch verfügbar sein muß...)? Oder eine 'Falsch-Parker-Provision' für bereitgestellte Politessen, die mir eines Tages vielleicht ein Ticket verpassen?

Wenn es um Geldschneiderei geht, sind der 'Kreativität' wohl keine Grenzen gesetzt...
31 Mar 2005 von Ekkehard Nax



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