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Indiskret?
Make my day...

Normalerweise würde ich die finanziellen Aspekte meiner Firma nicht öffentlich ausbreiten. Aber es gibt Situationen, in denen ich meine Fassungslosigkeit (oder von mir aus auch: meinen Frust) teilen muß. Und wenn das Ganze für den Leser vielleicht auch noch lehrreich ist – um so besser!

Was ist passiert?

Eigentlich fing es, wie so oft, ganz harmlos an. Im Mai 2003 bekamen wir von einer Firma ein Fax-Mailing, in dem uns Mobiltelefone angeboten wurden.
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten bestellte ich relativ spontan ein Siemens SL45 zum Preis von 165,74 Euro inkl. Steuer. Damals kein schlechter Preis – aber auch kein guter. Ich wollte das Ding eben haben und hatte keine Lust, stundenlange Recherchen bei Ebay zu betreiben.
So weit, so gut.
Das Telefon kam und ich musste feststellen, dass es sich um ein gebrauchtes Gerät handelte, in dem sogar noch etliche Nummern des Vorbesitzers abgespeichert waren. So viel zum Thema Datenschutz…
Ich wollte die Sache nicht künstlich aufblasen und bat den Lieferanten freundlich (aber bestimmt) um einen Tausch oder eine Wandlung.
Ich möchte nicht in’s Detail gehen – aber die Angelegenheit zog sich. So wurde mir mehrfach hoch und heilig, sowie beim Leben diverser Mütter und Kinder versprochen, dass ich mein Geld zurückbekommen würde. Aber letztlich landete die Sache Anfang August 2003 doch bei meinem Anwalt. Es kam zu neuen Versprechen, die (unnötig zu erwähnen…) nicht eingehalten wurden und so wurde die Firma Anfang September 2003 schließlich verklagt. Es erging ein Vollstreckungsurteil und im Januar 2004 konnte der Gerichtsvollzieher ‚schon’ beim zweiten Besuch des Unternehmens meinen Anspruch endlich geltend machen.
Ende gut, alles gut – sollte man meinen. Aber letztlich wäre das keine Geschichte, die eine Veröffentlichung verdient hätte. Denn an absolut dickfellige Arschhaken ist heutzutage schon fast jeder von uns einmal geraten.
Natürlich ging es noch weiter. Im Januar 2005 erhielt ich einen Brief einer Anwaltskanzlei, in dem mir mitgeteilt wurde, dass die o.g. Firma mittlerweile insolvent sei. Nun ja, aus meiner Sicht kein Wunder.
Daneben erklärte man mir, dass die Zahlung des Gerichtsvollziehers an mich ‚innerhalb der Monatsfrist’ erfolgt sei, somit nach §§ 129 Abs.1, 131 Abs. 1 Ziffer 1 InsO anfechtbar und ich das Geld nunmehr bitte auf ‚das nachfolgend bezeichnete Insolvenzanderkonto’ überweisen solle.
Sprich (mal ohne Juristenkauderwelsch): dieser Saftladen hat pleite gemacht und weil ich erst knapp einen Monat zuvor mein mir unzweifelhaft zustehendes Geld zurückbekam (denn wie gesagt – die Sache lief ja schon wesentlich länger), landet die Kohle jetzt auf Nimmerwiedersehen im großen Topf des Insolvenzverwalters.
Vielleicht bin ich so angepisst, weil mir das vor 4 Wochen schon einmal passiert ist (seinerzeit mit 800,- Euro). Trotzdem finde ich den ganzen Sachverhalt dermaßen unglaublich und frustrierend, dass ich ohne Reue zum Axtmörder werden könnte.

Lange Rede: ich will hier bestimmt keine Hetztiraden loslassen. Aber wenn ich das nächste Mal gezwungen bin Geld eintzureiben, werde ich über Alternativen (zu Anwälten, Mahnbescheiden, etc.pp.) zumindest nachdenken…
08 Feb 2005 von Ekkehard Nax



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